Sonnenscheindauer: Wie lange darf mein Kind in die Sonne?

Rot werden verboten! Insbesondere Kinder bekommen schnell einen Sonnenbrand. Erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie Ihr Kind ganz einfach schützen können und berechnen Sie mit dem UV-Tool, wie lange sich Ihr Kind sicher in der Sonne aufhalten kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ungesunde Sonneneinstrahlung kann Verbrennungen, Hautverdunkelungen, Augenschäden und weitere schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Hautkrebs verursachen.
  • Der UV Index (UVI) ist ein Messwert, der die maximale UV-Belastung eines Tages ausdrückt. Je höher das UVI-Level, desto stärker die UV-Strahlung und umso schneller bekommt Ihr Kind einen Sonnenbrand.
  • Jeder Mensch reagiert verschieden sensibel, wenn er direkter Sonne- und UV-Strahlung ausgesetzt ist. Dunkelhäutige Menschen weisen einen höheren Melaninwert in den Zellen ihrer Haut auf, als hellhäutige Menschen.
  • Der LSF (Lichtschutzfaktor) bemisst den Schutz einer Sonnencreme vor UVB-Strahlen. Diese sind dafür bekannt, Sonnenbrände und Hautschäden zu verursachen. Der LSF liefert eine ungefähre Zeit, in der die Haut Ihres Kindes vor der Sonne geschützt bleibt.

Rechner: Wie lange ist mein Kind geschützt?

Warum ist Sonnenschutz so wichtig für mein Kind?

Ja, die Sonne ist der Ursprung des Lebens. Gleichzeitig emittiert sie auch schädliche ultraviolette Strahlen, die die Gesundheit des Menschen gefährden können. Ultraviolette Strahlen sind der Hauptgrund für Hautkrebs, Sonnenbrände, Augenschäden und frühzeitiges Altern. Zugegeben: ab und zu einen Sonnenbrand zu bekommen, ist sicherlich unvermeidbar. Und doch liegt es in der Verantwortung der Eltern, das Kind vor einem Übermaß an Sonne zu schützen. Denn zu viele UV-Strahlen im Kindesalter erhöhen das Krebsrisiko um ein Vielfaches. Tatsächlich wird der helle Hautkrebs (auch Nicht-Melanom-Hautkrebs) meistens durch fehlenden Sonnenschutz während der Kindheit und der Jugend verursacht.

The sun drawing sunscreen ,suntan lotion on baby boy back. Cauca

Wie kommt es zu einem Schaden durch die Sonne?

Sonne in Maßen ist wichtig für Ihr Kind. Denn so wird das dringend benötigte Vitamin D zugeführt. Andererseits darf man es insbesondere mit direktem Sonnenlicht nicht übertreiben. Insbesondere Babies und Kleinkinder weisen nach bereits 15 Minuten Anzeichen von Hautschäden auf.

Der Grund: UV-Strahlung. Leider nehmen wir diese mit dem bloßen Auge nicht war. Wenn die Sonne ihr Licht auf die Erde ausstrahlt, strahlt sie auch UV-Strahlen aus. Auch wenn es bewölkt, und die Sonne mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist, sind diese UV-Strahlen da und dazu fähig, der Haut Ihres Kindes zu schaden. Wenn es von den Strahlen getroffen wird, durchdringen sie die äußere Hautschicht und durchqueren die tieferen Hautschichten, wo sie Hautzellen eventuell beschädigen oder vernichten können. Die Strahlung trocknet die Haut Ihres Kindes aus und entzieht ihr ihre natürlichen Fette. Die Konsequenz sind Verbrennungen, Hautverdunkelung, Augenschäden und weitere Hautprobleme. Und im Laufe der Zeit, kann die Sonneneinstrahlung zur Entstehung von Hautkrebs führen.

Was ist ein Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand ist die Antwort Ihres Körpers auf extreme Sonneneinstrahlung. Im Grunde genommen ist es eine Strahlungsverbrennung und ein klares Zeichen für einen Hautschaden. Bei manchen Menschen kann es als Rötung der Haut auftreten, aber bei anderen neigt die Haut dazu, dunkler zu werden oder ihre Farbe leicht zu verändern. Dies geschieht dank dem Melanin, dem Pigment, welches in den Hautzellen zu finden ist. Andere Symptome sind Schmerzen, das Abschälen der Haut, Juckreiz und Blasen.

Alle Arten von Sonnenbränden, egal ob milder oder stärkerer, verursachen Hautschäden, auch wenn Ihre Haut Anzeichen einer Heilung macht. Das liegt daran, dass die UV-Strahlen bereits tiefere Schichten Ihrer Haut durchdrungen haben, sodass Ihre DNA dauerhaft beschädigt wird. Dieser Schaden kann frühzeitiges Altern der Haut oder, was noch schlimmer ist, Hautkrebs verursachen.

Ergebnisse Studie zum Sonnenschutz von Kindern

Was ist der UV Index und wie funktioniert er?

Das Risiko Ihres Kindes, einen Sonnenbrand zu bekommen, hängt von zwei Faktoren ab: die Stärke der UV-Strahlen, denen es ausgesetzt ist, und die Empfindlichkeit seiner Haut. Der UV Index (UVI) teilt Ihnen mit, wie stark die UV-Strahlung im Laufe des Tages werden kann. Die örtlichen UV-Werte schwanken aufgrund einiger Faktoren (z.B. Breitengrad, Höhe, Ozonwerte, Wetterbedingungen etc.). Die Stufen beginnen bei 0 (geringes Risiko) und enden bei 11+ (extrem hohes Risiko) – höhere Indexwerte bedeuten, dass das Risiko für Haut- und Augenschäden größer ist. Und je höher die Zahl steigt, desto eher tritt ein Schaden auf.

Als Eltern sollten Sie lernen, die UVI-Skala zu verstehen. Damit können Sie sich und Ihr Kind dabei unterstützen, schädliche UV-Strahlungen zu vermeiden. Sich auf den UV-Index zu beziehen, kann Ihnen dabei behilflich sein, durchdachte Entscheidungen darüber zu treffen, wie lange Ihr Kind in der Sonne bleiben sollte und wie Sie es vor der Sonnenstrahlung schützen können.

UV Index Finder

Mit diesem Tool können Sie ganz einfach checken, welche UV Werte in Ihrer Region aktuell herrschen:

UV-Index-Skala

Die folgende Skala zählt die verschiedenen Stufen des UV-Index auf, einschließlich der Stärke der UV-Strahlung auf jeder Stufe und deren Schutzmaßnahme für Ihr Kind.

UV INDEXStärkeSchutzmaßnahmenEmpfehlung
0 - 2NiedrigKein Schutz notwendig- Sonnencreme auftragen
- Sonnenbrille aufsetzen
3 - 5MittelDer Schutz wird empfohlen- Sonnencreme auftragen
- Sonnenbrille und Hut aufsetzen
6 - 7HochDer Schutz ist notwendig- Sonnencreme auftragen
- Sonnenbrille und Hut aufsetzen
- Schatten aufsuchen
8 - 10Sehr HochSchutz und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen sind erforderlich- Sonnencreme auftragen
- Sonnenbrille und Hut aufsetzen
- Schatten aufsuchen
11+ExtremSchutz und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen sind unabdingbar- Sonnencreme auftragen.
- Sonnenbrille und Hut aufsetzen
- Schatten aufsuchen
- Zwischen 10 Uhr und 16 Uhr im Haus aufhalten
Merken Sie sich: Je höher die UVI-Stufe ist, desto größer ist die Sonneneinstrahlung und umso schneller verbrennt die Haut Ihres Kindes.
Folgen Sie der Schattenregel! Wegen der verschiedenen Zeitzonen und der Sommerzeit ist es schwer zu sagen, wann die Sonne in einem bestimmten Bereich am höchsten steht. Die einfachste Art, um die Höhe der Sonneneinstrahlung herauszufinden ist es, auf seinen eigenen Schatten zu achten. Ist er kleiner als Sie, sollten Sie Schatten aufsuchen, da Sie hoher Strahlung ausgesetzt waren.

Hauttypen und Stufen des natürlichen Sonnenschutzes

Wie vorab erwähnt, reagieren alle Menschen auf eine unterschiedliche Art, wenn Sie dem Sonnenlicht und seiner schädlichen UV-Strahlung ausgesetzt sind. Der Grund dafür ist, dass alle Menschen mit einem anderen Hauttyp auf die Welt kommen. Einige (dunkelhäutige Menschen) besitzen mehr Melanin in ihren Hautzellen als andere (hellhäutige Menschen). Diese Pigmentierung ist der natürliche menschliche Schutzmechanismus des Körpers gegen Sonneneinstrahlung. Und genau deshalb können sich Menschen der schädlichen UV-Strahlung nur für eine kurze Zeit ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen aussetzen. Kurz gesagt: je pigmentierter die Hautfarbe Ihres Kindes ist, desto länger kann es in der Sonne bleiben, ohne Sonnencreme aufzutragen oder Schutzkleidung tragen zu müssen.

Folglich sollten Sie in der Lage sein, den Hauttyp Ihres Kindes zu bestimmen, um eine Überbelichtung durch die Sonne zu vermeiden. Weiter unten finden Sie eine Tabelle der verschiedenen Hauttypen und eine Zeitangabe, während der sich die Haut selbst schützt.

 TYP 1TYP 2TYP 3TYP 4TYP 5TYP 6
Hautblass weißweiß; hellcremeweißmäßig braundunkel-braunstark pig-mentiertes dunkelbraun bis dunkelstes braun
Haarehellblond; rotblonddunkel-braun bis hellbraundunkel-braundunkel-braun bis schwarzschwarz
Augenhell-blau; hellgrau; hellgrünblau; grau; grün;rehbraun; hellbraundunkel-braundunkel-braun bis schwarzbräunlich-schwarz
Bräunungwird nie braunwird kaum braunwird gleich-mäßig braunwird immer mäßig braun wird sehr leicht dunkel-braunimmer stark pigmentiert (dunkel-braun bis dunkelstes braun)
Sonnen-brandverbrennt immerver-brennt meistensverbrennt manchmal leichtver-brennt kaumver-brennt fast nieverbrennt nie
Sommer-sprossenimmer vorhan-denmeistens vorhan-denkönnten vorhanden seinkaum vor-handenselten vorhan-dennie vorhan-den
Selbstschutz-zeit der Haut (bei einem UV-Index von 8)3 bis 5 Minuten20 bis 25 Minuten28 bis 35 Minuten36 bis 40 Minutenüber 60 Minutenüber 80 Minuten

Was ist der Lichtschutzfaktor (LSF)

Kinder haben einen sehr lebendigen Lebensstil und sie neigen dazu, viel Zeit draußen unter der prallen Sonne beim Spielen mit ihren Freunden zu verbringen. Anstatt Ihr Kind dazu zu ermutigen, zu Hause zu bleiben, sollten Sie eine Lösung für einen zusätzlichen Schutz für Ihr Kind finden. Damit reduzieren Sie das Gesundheitsrisiko, das mit der Sonnenstrahlung einhergeht. Sie sollten sich aussuchen, ob Sie Sonnencreme auf die Haut Ihres Kindes auftragen oder ob es eine Schutzkleidung tragen soll. Indes müssen Sie den LSF erkennen können, um den Schutz vor einem Sonnenbrand zu verbessern.

Der LSF misst die Stärke des Schutzes, die eine Sonnencreme gegen UVB-Strahlen bietet. Diese UVB-Strahlen sind dafür bekannt, Sonnenbrände und Hautschäden zu verursachen. Der LSF bemisst diejenige Zeit, in der die Haut Ihres Kindes vor der Sonne geschützt ist.

Der LSF wird in vier Kategorien eingeordnet, wie im Folgenden zu sehen ist:

LEVELLSF
Niedrig4, 6, 8, 10
Mittel15, 20, 25
Hoch30, 40, 50
Sehr hoch50+
Merken Sie sich: Laut Dermatologen sind Sonnencremes und Schutzkleidung mit einem LSF von 15 bis 20 der beste und sicherste Schutz für Kinder.

Welche Sonnencreme ist für mein Kind die richtige?

Mit so vielen Auswahlmöglichkeiten fühlt man sich leicht damit überfordert, das beste Produkt für sein Kind zu finden. Hier sind 4 Dinge, die sie bei der Wahl der richtigen Sonnencreme für ihr Kind beachten müssen:

  1. Vermeiden Sie LSF-Produkte über 50. Der LSF 30 bis 40 ist im Großen und Ganzen akzeptabel, wenn das Wetter es zulässt und die UV-Intensität nicht zu hoch ist.
  2. Überprüfen Sie, ob das Produkt bei natürlichen Sonnenschutzmitteln Zinkoxide enthält (vorzugsweise 15% bis 20%) oder 3% Avobenzonebei chemischen Produkten. Diese chemischen sind sehr nützlich, wenn es um das Filtern von UV-Strahlen geht.
  3. Vermeiden Sie Produkte, die Retinylpalmitate enthalten.
  4. Bequeme Sprühprodukte sind keine gute Wahl für ihr Kind. Bei Sprühcremes ist es viel schwieriger, eine gleichmäßige Schutzschicht auf die Haut ihres Kindes aufzutragen. Lotionenbasierte, wasserresistente Sonnencremes, sind viel besser geeignet.

Sonneneinstrahlung und dem Alter entsprechender Schutz

Je jünger Ihr Kind ist, desto empfindlicher reagiert es auf die von der Sonne ausgehende Strahlung. Dann ist es am besten, die Sonnenstrahlung weitestgehend zu reduzieren. In dieser Lebensphase ist es genauso wichtig, dass seine Bedürfnisse an Vitamin D erfüllt werden. Folglich müssen Sie als Eltern ein gutes Gleichgewicht zwischen der Strahlung und dem Schutz vor der Sonne finden. Als Leitfaden folgt eine Tabelle mit Empfehlungen, wie Sie die Sonnenstrahlung und den Schutzbedarf dem Alter entsprechend ermittelt:

AlterEmpfehlung
0-6 Monate• Babyhaut ist zu empfindlich für Sonnencreme und sie besitzt nur sehr wenig Melanin; deswegen sind sie viel anfälliger für Hautschäden. Gehen Sie besser nur vormittags vor 10 Uhr oder am Nachmittag ab 16 Uhr mit dem Baby spazieren.
• Investieren Sie in einen wiederabnehmbaren Sonnenschutz für die Fensterscheiben Ihres Autos.
• Benutzen Sie einen Kinderwagen mit Abdeckung, um Ihr Baby vor der Sonne zu schützen.
6-12 Monate• Da Ihr Kind schon ein bisschen älter ist, ist das Benutzen von Sonnencreme unschädlich.
• Verteilen Sie die Sonnencreme überall auf der Haut Ihres Kindes, vor allem auf den Händen, am Hals und an den Ohren.
• Tragen Sie die Sonnencreme etwa 30 Minuten vor Verlassen des Hauses auf. Spätestens alle zwei Stunden sollten Sie die Creme erneut auftragen.
• Meiden Sie die Mittagssonne.
Kleinkind und älter• Benutzen Sie eine wasserfeste Sonnencreme mit LSF 15 oder höher.
• Meiden Sie die Mittagssonne.
• Versichern Sie sich, dass Ihr Kind passende Kopfbedeckung trägt.
Profi-Tipp: Überlegen Sie sich, ob Sie nicht in einige UV-Armbänder investieren. Sie zeigen Ihnen an, wann Sie die Sonnencreme wiederauffrischen sollten. Wichtiger noch: sie behalten den Überblick über die UV-Sonneneinstrahlung, sodass sich der Alarm automatisch an den Änderungen der Strahlung im Laufe des Tages anpasst.

Tipps, wie Sie Ihr Kind vor Sonneneinstrahlung schützen

Jetzt können Sie Ihre Kinder, da Sie bereits wissen, wie schädlich die Sonne wirklich für sie ist, so schützen:

  • Lassen Sie sie nicht zu viel Zeit in der Sonne verbringen.Die schlimmsten Stunden der Sonneneinstrahlung sind die zwischen 10 und 16 Uhr. Wenn Ihr Kind wirklich draußen sein muss, dann stellen Sie sicher, dass es sich im Schatten befindet.
  • Cremen Sie Ihr Kind immer ein. Auch während des Winters. Schmieren Sie sie nicht nur in den Bereichen ein, die Ihrer Meinung nach am wenigsten geschützt sind. Ohren, Hals, Hände, Füße und sogar die Lippen werden dabei meist vergessen. Und trotzdem erreicht sie die Sonne. Tragen Sie etwa 20 Minuten vor Verlassen des Hausen eine Sonnencreme mit mindestens LSF 30 auf die Haut Ihres Kindes auf.
  • Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind eine Auszeit von der Sonne nimmt. Es sollte sich zeitweise im Haus oder Schatten aufhalten. Versichern Sie sich, dass auch sein Spielort draußen genügend Schatten hat, damit er sich dort aufhalten kann.
  • Erinnern Sie es daran, viel zu trinken. Hydratisiert zu sein, ist für den Körper und den Kreislauf Ihres Kindes sehr wichtig, vor allem unter der prallen Sonne.
  • Decken Sie es so gut wie nur möglich ab. Solange Sie unverdeckte Haut sehen können, kann sie auch von den UV-Strahlen erreicht werden. Ihr Kind sollte aber auch nicht durch zu viel Kleidung überhitzen. An einem heißen Tag sollte Ihr Kind kühle und lockere Kinderkleidung oder Kleidung in Babygrößen tragen, die es aber weitestgehend verdeckt. Außerdem sind Sonnenbrille und ein Hut sehr empfehlenswert. Auch Kinderschuhe oder Babyschuhe sind zu empfehlen.
  • Erklären Sie mit Ihrem Kind, wie wichtig dieser Sonnenschutz ist. Beginnen Sie so früh wie nur möglich damit.

Wie behandeln Sie einen Sonnenbrand?

  1. Baden Sie Ihr Kind in kühlem Wasser, oder tupfen Sie sanft mit einem feuchten Handtuch auf die Haut Ihres Kindes, um seine Schmerzen zu lindern.
  2. Tragen Sie Aloe Vera Cremes auf die verbrannten Stellen auf.
  3. Zum Lindern der Schmerzen helfen außerdem Ibuprofen und Paracetamol.
  4. Befeuchten Sie die Haut, indem Sie Feuchtigkeitscremes auf alle betroffenen Hautstellen auftragen. Dies mildert auch das Brennen.
  5. Bei über 2 Jahre alten Kindern, welche einen schlimmeren Sonnenbrand haben, sollte eine dünne Schicht einer 1%-Hydrocortison-Creme aufgetragen werden. Auch dies lindert den Schmerz.
  6. Lassen Sie Ihr Kind während der Genesung nicht in die Sonne. Das macht den Sonnenbrand nur noch stärker.
  7. Falls der Sonnenbrand schlimmer wird und Sie Blasen bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Kinder, die einen Sonnenbrand erleiden, haben für gewöhnlich mit Schmerzen, Rötungen und Hitzegefühlen zu kämpfen. Diese Symptome können sich im Laufe der Zeit noch verschlimmern. Ihre Haut kann spannen oder brennen, da sie von der Sonne ausgetrocknet wurde. Nach ca. einer Woche fängt die Haut damit an, sich abzuschälen. Um Infektionen zu vermeiden, sollten Sie sichergehen, dass sich Ihr Kind nicht kratzt oder die Haut abzieht.

Verbreitete Mythen und Missverständnisse über die Sonneneinstrahlung

  • Je höher der LSF, desto besser ist der Schutz. Das ist eine falsche Annahme. Ein höherer LSF verlängert nur die Dauer des Schutzes. Es vergrößert aber nicht den Schutz im Allgemeinen.
  • Sonnencreme ist nicht immer notwendig. Auch das ist falsch. UV-Strahlen sind immer schädlich für die Haut, auch wenn nur ein kleiner Bereich der Haut ungeschützt ist. Sogar an bewölkten Tagen sind die Strahlen überall vorhanden, d.h. Sie sollten Ihrem Kind vor Verlassen des Hauses immer eine Sonnencreme auftragen.
  • Sonnencreme ist ungesund.Dieses Missverständnis basiert auf einer älteren Studie. Neuere Studien belegen, dass Oxybenzone keine schädlichen Folgen für Menschen haben.
  • Menschen mit dunklerer Hautfarbe brauchen keine Sonnencreme. UV-Strahlung ist von der Hautfarbe unabhängig für alle schädlich. Es stimmt, dass Menschen mit dunklerer Hautfarbe mehr Melanin in ihren Zellen haben. Es bedeutet aber nicht, dass sie deswegen komplett immun gegen Hautschäden sind.
  • Sie können nicht braun werden, während Sie mit Sonnencreme eingeschmiert sind.Sonnencreme beschützt Sie zwar vor UV-Strahlen, aber nicht komplett. Es ist trotzdem möglich, braun zu werden, auch wenn Sie mehrmals täglich Sonnencreme auftragen.
  • Sonnencreme läuft nie ab. Das stimmt leider nicht, auch die Wirkstoffe einer Sonnencreme verfallen nach einer Zeit.

Eltern sollten extreme Wachsamkeit trainieren, um sich sicher zu sein, dass ihr Kind vor der schädlichen Sonneneinstrahlung geschützt ist. Mit diesem Leitfaden sind Sie besser gewappnet, um mit den Gefahren der UV-Strahlung umzugehen und dafür zu sorgen, dass Ihr Kind eine gesündere Zukunft hat.

Sonnenscheindauer: Wie lange darf mein Kind in die Sonne?
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